Mitgliederbuch

Die GUS ist stolz auf ihre Mitglieder und freut sich, an dieser Stelle einige von ihnen vorstellen zu dürfen.


Vuko Andric

Vuko gehört zu den Gründungsmitgliedern der GUS und ist derzeit deren Präsident. Er ist Associate Professor an der Linköping University sowie Researcher am Institute for Futures Studies in Stockholm. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen in den Bereichen Ethik und Politische Philosophie. Zu Vukos Lieblingsthemen gehören unter anderem Konsequentialisms, Kontraktualismus und Demokratie.


Dorothee Bleisch

Dorothee ist Gründungsmitglied der GUS und Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes. Im Rahmen ihres Promotionsprojekts forscht sie am Institut für Philosophie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zum sogenannten Usability Demand, dem zufolge Moraltheorien immer auch handlungsanleitend sein sollten.  Daneben beschäftigt sie sich mit verschiedenen Themen im Bereich der Moralphilosophie, wobei sie sich insbesondere für konsequentialistische Moraltheorien im Allgemeinen sowie die Philosophie John Stuart Mills und Henry Sidgwicks interessiert.


Annette Dufner

Annette ist Gründungsmitglied und war Vizepräsidentin der GUS. Sie ist Professorin an der Universität Bielefeld und interessiert sich unter anderem für Fragen der normativen und angewandten Ethik. Zusammen mit einem Kollegen, Johannes Müller-Salo, hat sie mehrere Texte von Henry Sidgwick ins Deutsche übersetzt. Annette ist fasziniert von Sidgwicks intensiver Lektüre der theoretischen und praktischen Philosophie bei Immanuel Kant.

 


Bernward Gesang

Bernward Gesang ist Professor für praktische Philosophie an der Universität Mannheim. Sein Forschungsschwerpunkt ist normative Ethik, insbesondere  die Möglichkeiten, eine Ethik für zukünftige Generationen zu rechtfertigen. Dabei benutzt er den Utilitarismus, den er als indirekten Utilitarismus versteht, um eine dazu passende Klimaethik für zukünftige Generationen zu entwickeln. Daher befasst er sich auch mit Klima- und Wirtschaftsethik und zudem entwicklungsgeschichtlich bedingt mit Medizinethik im Bereich der angewandten Ethik. Sein Hauptinteresse besteht jedoch in der Formulierung eines neuen Utilitarismus -Modells, das Utilitarismus und moralische Intuitionen versöhnt, bzw. manche Intuitionen als unhaltbar disqualifiziert. (Maßstäbe dafür bei M. Huemer und J. Greene.) Zudem versucht Gesang, seine Forschungsergebnisse einer breiten Masse von Lesern zu erschließen, indem er diese Ergebnisse in populären Publikation verpackt.


Jonas Harney

Jonas war von 2020 bis 2023 Vizepräsident der GUS, 2020 bis 2021 auch als Geschäftsführer. Gegenwärtig lehrt er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität des Saarlandes und promoviert dort zu personalistischen und impersonalistischen Sichtweisen der Wohlergehensethik. Jonas' Schwerpunkt in Forschung und Lehre liegt in der normativen Ethik, meist mit einem Fokus auf konsequentialistischen Theorien oder deren Gegensatz zu deontologischen Theorien.

 


David Lanius

David waltete von 2020 bis 2021 als Vizepräsident der GUS; er ist derzeit Wissenschaftlicher Mitarbeiter am debate lab des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und ein bundesweit bekannter Experte für philosophische Fragen öffentlichen Debattierens. Gemeinsam mit Romy Jaster hat er das Forum für Streitkultur gegründet und ein viel beachtetes Buch über die Politik der Fake News geschrieben (Die Wahrheit schafft sich ab). Sein Buch Strategic Indeterminacy in the Law erschien 2019 bei Oxford University Press.


Christoph Lumer

Christoph ist Professor für Moralphilosophie an der Universität Siena. Er hat in seiner Habilitationsschrift Rationaler Altruismus (1992) eine 1. analytisch-synthetische Theorie des individuellen Nutzens entwickelt sowie 2. eine Begründung und quantitative Ausarbeitung des Prioritarismus, genannt “Utilex”. 3. In der Deontik hat er als Alternative zum Handlungsutilitarismus den progressiven Normenwelfarismus entwickelt (erstmalig in The Greenhouse (2002)), den er jetzt ausbaut zu einem Instrumentewelfarismus. 4. Klimaethische Anwendungen und Methoden dafür finden sich ebenfalls in The Greenhouse. Weitere Infos www.lumer.info


Michael Schefczyk

Michael war (gemeinsam mit Christoph Schmidt-Petri) Initiator und bis Ende 2019 Gründungspräsident der GUS. Er amtet als Professor für Praktische Philosophie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und ist über seine Beschäftigung mit John Stuart Mill zum Utilitarismus gekommen. Michael ist Gründer und Editor-in-Chief der Zeitschrift Moral Philosophy and Politics und veröffentlicht zu Problemen der Politischen Philosophie. Ein Schwerpunkt seiner Forschung sind Fragen der Verantwortung für historisches Unrecht.


Christoph Schmidt-Petri

Christoph war Vizepräsident der GUS sowie ihr Geschäftsführender Vizepräsident (2016–2019) und Präsident (2020-2021). Er hat den Utilitarismus im ersten Semester seines Studiums an der London School of Economics (LSE) kennengelernt, bei Vorlesungen eines (moralphilosophisch unvoreingenommenen) Rawls-Schülers. Seine wichtigsten Arbeiten beschäftigen sich mit der Auslegung kontroverser Passagen in John Stuart Mills Utilitarismus, zu dem er an der LSE auch seine Doktorarbeit verfasst hat. Einige Bände der Ausgewählten Werke Mills hat er zusammen mit Michael Schefczyk im Murmann Verlag herausgegeben.


Thomas Schramme

Thomas ist Gründungsmitglied der GUS und Professor an der University of Liverpool. Mit Michael Schefczyk hat er für die Reihe Klassiker Auslegen den Band zu Mills Über die Freiheit herausgegeben. Er ist einer der Editors-in-Chief der Zeitschrift Ethical Theory and Moral Practice. Thomas befasst sich in jüngerer Zeit insbesondere mit Fragen der Moralpsychologie und des Paternalismus


Christian Seidel

Christian ist Gründungsmitglied der GUS und Professor für Philosophische Anthropologie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Er forscht und lehrt zu verschiedenen Fragen der Angewandten Ethik (Risiko-, Klimaethik), der Moralphilosophie (Konsequentialismus, Moralismus, Struktur von Moraltheorien) sowie der philosophischen Handlungstheorie (Selbstbestimmung, Rationalität) und interessiert sich insbesondere für die britische Moral- und Sozialphilosophie im 19. Jahrhundert (Mill, Sidgwick).


Tatjana Visak

Tatjana ist Gründungsmitglied der GUS und derzeit Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Philosophie und Wirtschaftsethik der Universität Mannheim. In Forschung und Lehre beschäftigt sie sich hauptsächlich mit der utilitaristischen Moraltheorie, sowie mit verschiedenen Bereichen der Angewandten Ethik (zum Beispiel Tierethik, Bevölkerungsethik, Umweltethik). Ein Schwerpunkt ihrer Forschung sind Fragen zum Verstehen und Fördern von Wohlergehen.

 


Ulla Wessels

Ulla gehört zu den Gründungsmitgliedern der GUS und ist Professorin für Praktische Philosophie an der Universität des Saarlandes. Praktische Vernunft, Wohlergehen und der Begriff des Wollens, die Logik des Sollens, die Begründung und die Währung der Moral, die Gerechtigkeit von Verteilungen, der Sinn und der Wert des Lebens - das sind die Themen, zu denen Ulla forscht und lehrt. Der Utilitarismus spielt dabei für sie eine wichtige Rolle.